quelle zur mündung
quelle zur mündung - poesie der donau
visuelle klang-installation
ulmer museum | 28. august bis 05. september 2010
internationales donaufest ulm|neu-ulm 2010
austellungseröffnung: 28. august 17 uhr
führung: 2. september 18 uhr
flüsse bedürfen der poesie…
in den vergangenen jahrzehnten entstand eine erkenntnis der lebensqualität der gewässer, ein bewusstsein für den notwendigen erhalt ursprünglicher biotope im gesamten donau-becken, und zwar über nationale grenzen hinweg.
immer mehr einzelne menschen und interessengruppen treten aktiv für eine länder und kulturen übergreifende initiative zur verwirklichung eines revitalisierbaren donau-ökosystems ein.
doch was bisher fehlt, und was wir dem fluss jetzt schulden, ist das, was vergangene zivilisationen und poetische geister zu allen zeiten den grossen strömen zugestanden haben: symbolische und mythische bedeutsamkeit.
zu deren unendlichem umfang gehören:
die seele, die im fluss wohnt, themen, die buchstäblich zu greifen sind wie: wandel, läuterung und fliessende kraft des lebens.
kurz: wasser transportiert neben dem lebensspendenden element auch energetische information. auf diese wahrnehmung vor allem will die installation aufmerksam machen.
eine gruppe von ulmer kunstschaffenden in zusammenarbeit mit internationalen künstlern präsentieren die installation ‘quelle zur mündung’ zum internationalen doanufest ulm/neu-ulm 2010 vom 27. august bis 5. september im ulmer museum.
die vernissage zur ausstellung wird als performance gestaltet, mit einer lesung des autors ferdinand schmatz, integriert in live-musik, video-projektionen und raum-klänge. geplant ist auch eine direkte teilnahme von künstlern aus anderen donaustädten via internet.
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die visuelle klang-installation
leitmotivisches thema
durchgängiges und leitmotivisches thema der visuellen klang-installation ist der poetische text ‘die donau’, ein langgedichtdes mit literaturpreisen ausgezeichneten wiener schriftstellers ferdinand schmatz. er schreibt die avantgardistische tradition der ‘wiener gruppe’ fort.
in dem text geschieht eine dekonstruktion des historisch überfrachteten donaubegriffs. sie gibt wortspielerisch den blick frei auf ein neues sinnliches erfassen der windungen im grossen strom (in jeder hinsicht).
die installation
im zentrum des installationsraumes erhebt sich eine klangsäule, auf der sich ein transparentes gefäss befindet, mit eingebautem hydrophon und mit donauwasser gefüllt, welches die betrachter-zuhörer dazu einlädt, selbst in das klanggeschehen einzugreifen und eigene wasserklänge zu erzeugen.
projektionsflächen
an den vier wänden des installationsraumes kommunizieren visuell und akustisch mit den einspielungen über die zentrale klangsäule, polar orientiert an zwei sich kreuzenden achsen, mit den themen:
1. west/quelle - ost/mündung
2. süd/natur - nord/menschlicher eingriff
der poetische text,
als tragende wort-tonspur, bewegt sich linear durch den ablauf von raum und zeit und wird visuell auf die projektionsflächen übertragen.
video- und klangkompositionen
beziehen sich jedoch keinesfalls textgetreu auf den wörtlichen inhalt. vielmehr kontrastieren sie die aussagen des textes, brechen den gesamtzusammenhang intervallisch auf, ordnen ihn neu an, erfinden und provozieren unverhoffte hör- und blickpunkte.
lautsprecher
hinter den projektionsflächen über-tragen die klangkompositionen in den raum und schaffen im akustischen feld stetig sich wandelnde klanglandschaften, die den gesamten raum akustisch einfärben.
im nahfeld emittieren die klangprojektionsflächen ein akustisches hörbild, das thematisch den visuellen inhalt der einzelnen projektionsflächen reflektiert und illustrierend steigert.
der direkt vor der projektionsfläche stehende betrachter-hörer taucht in eine akustische totalität ein, die auditiv einem anderen als bloß realen raum entspricht, in dem er sich tatsächlich befindet.
rituell-symbolische handlung
das donauwasser in dem gefäss auf der klangsäule, dem die energetische schwingungsinformation der poetischen installation aufgeprägt wurde, wird zu beginn jedes folgenden ausstellungstages mittels einer rituell-symbolischen handlung wieder an die donau zurückgegeben. sozusagen eine homöo-pathische dosis von poesie an den fluss. für den anstehenden ausstellungstag wird das gefäss jeweils wieder neu mit donauwasser gefüllt.
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idee, konzept, video- und klanggestaltung
friedrich glorian | ulm
nach einer anregung von
peter zwey | ulm, regie, dramaturgie
mit einem text von
ferdinand schmatz | wien, schriftsteller
auszüge aus ‘a sound map of the danube’ von
annea lockwood | usa, komponistin
auszüge aus der video-dokumentation ‘the ister’ von
david barison und daniel ross | australien
sprecher
gabriele kloske/frankfurt,ulm
wilhelm schlotterer/ulm
katrin jedon | ulm
video-gestaltung und programmierung
jens döring | ulm
programmierung, installations-design
ryutaro mimura, japan/ulm
max programmierung
dr. martin mäntele | museum ulm
kurator
kontakt | fglorian at yahoo.de
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