Dezember, 2007

Die paar Stunden noch

Sonntag, 30. Dezember 2007

zum neuen Jahr, liebe Daniela, wie verbringt man sie am besten?Ich harre der andrängenden Wünsche in mir. Sie halten sich vornehm zurück, die Rückschau fesselt mich noch, die Vorsätze, Altes, Hinderndes künftig zu mindern. Die Vorsicht statt der Vorhersicht grummelt noch zu stark. Freilich, beim ersten Glas morgen um Mitternacht, das nehme ich mir vor jetzt, jawoll, Donnerwetter und ich weiß doch, - bei aller Glorie des Donners,- dass nur der Blitz des Gedankens mich nach vorne bringen wird. (weiterlesen…)

welch schöner Zufall

Samstag, 22. Dezember 2007

 

liebe Daniela. Neulich erzählten Sie mir vom Slavafest. Heute beschreibt

der serbische Schriftsteller Bora Cosic, den ich vor zwei Jahren am Donaufest hier in Ulm kennen lernte, und der seit langem im Berliner Exil lebt, im Tagesspiegel dort das Volksfest.

(weiterlesen…)

Karaoke-Kapitalismus

Samstag, 22. Dezember 2007

diesen Begriff brachte jetzt der rumänische Philosoph Andrei Plesu neu ins Spiel. Er stammt von den Wirtschaftsexperten Kjell Nordström und Jonas Ridderstråle und beschreibt den jungen rumänischen Kapitalismus, so Plesu, als Imitation eines Modells.

“Musik und Worte liefern andere, man singt nur nach (falsch natürlich). Das Ergebnis ist die Welt, in der wir leben. Es gibt drei einheimische Typen des ausgeborgten Kapitalisten.”

(weiterlesen…)

Jenseits der Massenmedien

Donnerstag, 20. Dezember 2007

gibt es ein schöneres Leben, liebe Daniela, und dieses Jenseits soll hier, mitten im virtuellen Raum der Blogosphäre, erreichbar sein.In der ZEIT spricht heute Thomas Gross mit Geert Lovink,einem Medienwissenschaftler, über das Bloggen. Im Blog gehe es um eigene Erfahrungen, die in der Konfrontation mit einem Text, einem Bild, einem Vorgefundenen gespiegelt werden.Im Blog stelle sich die Frage neu: Wer bin ich, lebe ich oder werde ich bloß gelebt?Die alten Instanzen der Wissens- und Geschmacksvermittlung fühlten sich mit Recht bedroht.Ein neuer virtueller Raum ist entstanden, der durch keinen anderen ersetzt werden kann. (weiterlesen…)

Feiertags in Belgrad

Donnerstag, 20. Dezember 2007

Liebe Daniela,dieser serbische Festtag, den Sie beschreiben, hat eine unvergleichliche Form, die wir bei uns nicht kennen. Sie drücken Ihre Befremdung aus mit “schlimmstenfalls”. Dort scheint man das anders zu sehen. In jedem Fall aber verpflichtet das Slavafest dort Söhne und Väter und Anverwandte zur Gemeinsamkeit. Die einen müssen einladen, die anderen Geschenke mitbringen.Eine Tauschregel also, die den Ethnologen tief auf den Stammes-Grund schauen lässt. Da ich keiner bin, kuck ich eher etwas verblüfft drein. (weiterlesen…)

Creative Commons License Except where otherwise noted, content on this side is licensed under a Creative Commons License.