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Das Entweder oder

Dienstag, 2. September 2008

aus dem kalten Krieg,  entweder wir  vertrauen Putin oder wir unterstützen voll den Georgier,  lassen wir uns nicht mehr aufnötigen. Wir trauen keinem von beiden. Auch die infantile Frage: wer hat denn angefangen, sagt uns nicht alles. Wir Westeuropäer sind durch die Erfahrungen der Südosteuropäer, die diese als Zwingfreunde der Sowjets zu machen genötigt waren,  reicher und skeptischer geworden, hoffentlich.

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Doppelmoral

Sonntag, 17. August 2008

überall: in Serbien, in Russland, unter westeuropäischen Politikern und Intellektuellen. Das rechtfertigen diese dann mit der billigen Phrase einer Friedenspolitik.  Das haben Sie  sehr präzise getroffen, lieber Herr Végel, und dazu poetisch-gerecht  mit dem Epitheton ‘modern’  verunziert.  Warum aber ist das so? Was steckt dahinter? (weiterlesen…)

László Végel: Moderne Friedenspolitik

Samstag, 16. August 2008

Die Hauptpost von Gori steht in Flammen. Die Russen haben das Medienzentrum bombardiert. Ein holländischer und ein georgischer Journalist starben. Die russischen Luftstreitkräfte bombardieren Georgien, so muss man das sagen, denn Gori liegt nicht in Südossetien. Formell ist Südossetien ein Teil Georgiens, es will sich nur von Georgien lösen und Russland anschließen. Südossetien verweigert die Anerkennung der Regierung Georgiens, und auch über eine Autonomie will es mit ihm nicht verhandeln. Russland stationiert friedenserhaltende Truppen in Südossetien, um seine dortigen Staatsbürger zu schützen. Sogleich erhebt sich die Frage: Leben in Südossetien russische Staatsbürger?

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László Végel: Kaffee Haag

Dienstag, 5. August 2008

Belgrad. Ich gebe ein Interview der Tageszeitung Danas, und anschließend gehe ich ins Café in der Njegesewa-Straße, wo ich mit meinem Belgrader Verleger verabredet bin. Er plant, das „Végel – Symposion“, das beim Budapester Verlag „Kijárat“ („Ausgang“) erschienen ist, auf Serbisch herauszubringen. Ich bin etwas früher da. Ich setze mich an einen Tisch und stelle fest, dass der Akku meines Mobiltelefons leer ist. Kein Problem, sagt die Kellnerin, wir haben ein Nokia-Ladegerät. Auch für Motorola und Sony-Ericsson gibt es bei uns Ladegeräte. Wir sind auf alles vorbereitet. 

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Wie im Film

Mittwoch, 23. Juli 2008

Slavenka Drakulic charakterisiert heute den geschnappten Radovan Karadzic als eine „Art Dr. Poet & Mr. Criminal.“ Zum Kriegsverbrecher sei er aus purer Eitelkeit geworden. Er wollte Macht.Sie erinnert sich an eine Szene, die in die Sammlung der letzten Tage der Menschheit von Karl Kraus aufgenommen zu werden verdient. (weiterlesen…)

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