poesie

quelle zur mündung

Donnerstag, 21. Januar 2010

quelle bis muendung

quelle zur mündung - poesie der donau
visuelle klang-installation

ulmer museum | 28. august bis 05. september 2010
internationales donaufest ulm|neu-ulm 2010
austellungseröffnung: 28. august 17 uhr
führung: 2. september 18 uhr

flüsse bedürfen der poesie…
in den vergangenen jahrzehnten entstand eine erkenntnis der lebensqualität der gewässer, ein bewusstsein für den notwendigen erhalt ursprünglicher biotope im gesamten donau-becken, und zwar über nationale grenzen hinweg.

immer mehr einzelne menschen und interessengruppen treten aktiv für eine länder und kulturen übergreifende initiative zur verwirklichung eines revitalisierbaren donau-ökosystems ein.

doch was bisher fehlt, und was wir dem fluss jetzt schulden, ist das, was vergangene zivilisationen und poetische geister zu allen zeiten den grossen strömen zugestanden haben: symbolische und mythische bedeutsamkeit.

zu deren unendlichem umfang gehören:
die seele, die im fluss wohnt, themen, die buchstäblich zu greifen sind wie: wandel, läuterung und fliessende kraft des lebens.

kurz: wasser transportiert neben dem lebensspendenden element auch energetische information. auf diese wahrnehmung vor allem will die installation aufmerksam machen.

eine gruppe von ulmer kunstschaffenden in zusammenarbeit mit internationalen künstlern präsentieren die installation ‘quelle zur mündung’ zum internationalen doanufest ulm/neu-ulm 2010 vom 27. august bis 5. september im ulmer museum.

die vernissage zur ausstellung wird als performance gestaltet, mit einer lesung des autors ferdinand schmatz, integriert in live-musik, video-projektionen und raum-klänge. geplant ist auch eine direkte teilnahme von künstlern aus anderen donaustädten via internet. (weiterlesen…)

Zwey liest Cartarescu

Dienstag, 2. Juni 2009

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foto © martina strilic

peter zwey las aus dem Buch “Nostalgia” von Mircea Cartarescu im Haus der Donau am 20. Mai 2009.

das Buch enthält verschiedene, lose thematisch miteinander verknüpfte Geschichten, die alle um das Leben und Aufwachsen in Bukarest kreisen. (weiterlesen…)

Fluch der Geschichte

Dienstag, 2. Juni 2009

Charles Simic

Ein fürchterliches Bild von  der Geschichte gibt uns der nach Amerika ausgewanderte Serbe Charles Simic.

” Die Geschichte probiert ihre Schere
im Dunkeln aus, so
daß am Ende allem und jedem
ein Arm fehlt oder ein  Bein.”

Er dachte wohl auch an den Bürgerkrieg in seiner Heimat, als er dies schrieb. In seiner Heimat bezogen sich alle Kontrahenten auf Geschichte und Tradition bei ihrem grässlichen Morden. Dieser Bezug gibt dem Wort “Geschichte” einen sehr sardonischen Tritt in den Hintern. Hört doch auf mit dieser dummen Mär von der Geschichte. Es gibt bessere Stories. Das scheint uns Simic stecken zu wollen…

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Marica Bodrožic

Mittwoch, 27. Mai 2009

ist die Dichterin, die dem Gerede, dem man, wie Heidegger sagt, das jedeseinzelne Seiende verdunkelt, die Stirn bieten kann. Leichten Schritts, blutjung und schön, geht sie über die Wortbrücken Europas und zielt aufs Ganze in jeder Wendung ihres Verweisens auf dies und jenes, auf den Verbund, der stets konkret, nie schlicht allgemein nach beamteter Philosophen-Manier bloß bezeichnet ist.

Die Dichterin wird am 19. Juni im Haus der Donau sein.

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Aus einer Donau-Hymne

Montag, 25. Mai 2009

 „ wo, ach so rege
bei breg sich die brigach
sucht nicht nur unter eschen
entspringt und sich bindet,
erklingend an namen
es singt:
dunar duna dunaj- “

wie die Länder sich spiegeln im Fluss der Sprachen
uneins, eins, getrennt in-nein nacheinander

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