politik

Ceausescus Ende - und kein Ende in Sicht?

Freitag, 25. Dezember 2009

Heute vor 20 Jahren wurden der rumänische Diktator Nicolae Ceausescu und seine Ehefrau Elena nach einem kurzen Scheinprozess standrechtlich erschossen. Mit der Hinrichtung brach eines der letzten stalinistischen Regimes zusammen, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Osteuropa errichtet worden waren.

Zum spektakulären und mediatisierten Ende des ‘Giganten der Karpaten’, zu den Hintergründen des dem Sturz des Ceausescu-Regimes vorausgegangenen sogennanten ‘Volksaufstands’, zur Machtübernahme einer Gruppe um Ion llliescu, aus der zweiten Riege des Ceausescu-Kaders, und über die ‘demokratische’ Entwicklung Rumäniens seit jenen Tagen haben die einschlägigen Medien in den vergangenen Tagen und Wochen ausführliche Berichte und Analysen veröffentlicht.

Interessanterweisse aber stösst man im Internet nach einiger Recherche auf Berichte, Reportagen und Geschichten, die nicht nur die grossen Themen der politischen Ereignisse widerkauen, sondern auch Einblick gewähren in das Leiden, Leben und Überleben der Rumänen unter dem militanten Regime des Conducators und den vergangenen zwanzig Jahren angeblicher Demokratie, mit noch nicht aufgearbeiteter kommunistischer und diktatorischer Vergangenheit, einschliesslich der immer noch unter Verschluss gehaltenen Militärakten über den Sturz von Nicolae Ceausescu.

Ich habe eine Auswahl dieser Veröffentlichungen zusammengestellt, die für sich selber sprechen, mit links zur weiteren Lektüre. (weiterlesen…)

Ewige Wiederkehr der Phrasen

Mittwoch, 17. Juni 2009

mstreeFoto © Christian Fischer

Dass kein Geld ausgerechnet für Kunst und Kultur mehr da sei, das können die Politiker wohl niemand mehr glaubhaft begründen, da doch jedem klar geworden ist, wieviel Geld für Opel und andere große und berühmte Bankrotteure plötzlich aufgebracht werden konnte von demselben Staat, der Jahre davor die Figur am Bettelstab mimte. Ungeniert forderte man in gut geheizten Fernsehstudios und selbst naturgemäß gut abgesichert von ganzen Bevölkerungsklassen Lohnverzicht im guten Sinne des Ganzen. Für diesen verlogenen Appell an alle war ihnen keine verbrauchte Metapher, wie die vom Gürtelengerschnallen und ähnlicher Plunder, zu billig. Die Vorstellung, dass fehlendes Geld sofort und jederzeit durch Streichungen im Kulturbereich wieder wettgemacht werden könnte, ist populistisch, dumm und sinnlos. Denn an Ausgaben für Kultur sparen, heißt an der Substanz sparen.
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